Sehr geehrte Damen und Herren,
Frankfurt am Main wird reicher! Diese Meldung ist in Zeiten knapper Kassen die Schlagzeile des Tages und lässt den Stadtkämmerer jubeln. Zu früh gefreut, denn ich meine nicht das Geld!Frankfurt am Main wird um eine Besonderheit reicher: Das Dialogmuseum öffnet seine Tore in der Hanauer Landstraße 139-145.
Als einzigartiges Kommunikationsangebot widmet sich das Dialogmuseum dem Thema der Wahrnehmung. Mit der Schule des Sehens „Dialog im Dunkeln“ und der Erlebnisgastronomie „Taste of Darkness“ werden sehende Menschen mit der Welt blinder Menschen konfrontiert. Geführt von Blinden bewegen sich Sehende in der Finsternis. Der Dialog im Dunkeln verstärkt die Kommunikation zwischen sehbehinderten und sehenden Menschen und Kommunikation ist ein wichtiger Baustein zur Integration.
Ich freue mich, dass das erfolgreiche Konzept des Dialogmuseums in unsere Stadt gekommen ist und hoffe, dass sich die Einrichtung schnell etabliert. Den Besucherinnen und Besuchern wünsche ich informative Stunden im Dialogmuseum.
Mit freundlichen Grüßen
Petra Roth
Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt
Dialog bedeutet Begegnung, Begegnung bedeutet lernen, kennen lernen, Informationen zu erhalten, aufzunehmen und bei sich wirken lassen. Dieses Ziel verfolgt der Dialog im Dunkeln. Er kommt nach Hessen, nach Frankfurt und bietet damit zahlreichen Menschen mit Behinderungen Chancen zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit im Rahmen eines Integrationsprojektes. Hierüber freuen wir uns sehr.
Die große Freude erstreckt sich jedoch nicht nur auf die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen, sondern auch auf die Chancen und Möglichkeiten, dass blinde und sehbehinderte Menschen anderen authentisch ihre Erlebniswelt zeigen und nahe bringen können. Dies „echt zu fühlen“ wird für hoffentlich viele Besucherinnen und Besucher möglich werden. Durch ein Einlassen auf diesen Dialog (auf die Begegnung) wird das gegenseitige Verständnis und im Sinne der Ausstellungsmacher der Respekt und die Toleranz im Umgang miteinander gefördert. Dies ist ein wesentliches weiteres Stück auf dem Weg zur Verwirklichung der Teilhabe behinderter Menschen am Leben in der Gesellschaft. Treten Sie in den Dialog ein, um voneinander und miteinander teilzuhaben und damit gemeinsam zu gewinnen. Für das Integrationsamt des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen als Partner der Arbeitgeber und schwerbehinderten Menschen zur Teilhabe am Arbeitsleben war es selbstverständlich, die Möglichkeiten der Förderung des Projektes nach dem SGB IX offensiv zu gestalten und den Dialog mit zu initiieren.
Walter Pohl
Leiter des LWV-Integrationsamtes Hessen
Landeswohlfahrtsverband Hessen
Dialog im Dunkeln - Eine Chance zur beruflichen Integration
Der Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e. V. (BSBH) ist sehr erfreut, dass der Dialog im Dunkeln nun wieder nach Frankfurt am Main "zurückkehrt"; wurde das Konzept doch hier erfunden und entwickelt.
Das Dialogmuseum bietet sehenden Menschen die Möglichkeit, sich und ihre Umwelt neu zu erleben und neu wahrzunehmen um so ein kleines Stück in die "Welt blinder Menschen" einzutauchen. Dabei werden die Besucher/-innen des "Dialogs im Dunkeln" von blinden und stark sehbehinderten Mitarbeitern geführt, die sie durch die unterschiedlichen verdunkelten Erlebniswelten begleiten. Blinde und Sehbehinderte arbeiten ebenfalls im Dunkelrestaurant "Taste of Darkness".
Für Blinde und Sehbehinderte bietet das Dialogmuseum so die große Chance, einen Arbeitsplatz zu finden und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zu deren beruflicher Integration. Der Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen ist enger Kooperationspartner des Dialogs im Dunkeln und ist über dessen Engagement in Frankfurt am Main sehr erfreut.
Frank Schäfer
Vorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenbundes in Hessen e.V.
Bei der Eröffnung durch die Oberbürgermeisterin Petra Roth


Frank Schäfer bei der Eröffnung
