Welchen Zugang Sie auch immer bevorzugen, die Rolle des bloßen Betrachters eines Exponates ist im Dialogmuseum nicht vorgesehen. Vielmehr werden Sie aufgefordert, sich einzulassen, aktiv zu werden, Ihre Sinne zu schärfen, Rollen zu tauschen und neue Perspektiven einzunehmen. Die Experten und Botschafter dieses Museums sind behinderte und benachteiligte Menschen.
Der Grundstein für ein derartiges Museum wurde in Frankfurt vor rund 17 Jahren gelegt. Damals entwickelte Andreas Heinecke die Idee zu einer Ausstellung, in der es nichts zu sehen, aber dafür um so mehr zu entdecken gab. Heute ist "Dialog im Dunkeln" ein international erfolgreiches Ausstellungskonzept. Das Konzept des Dialogmuseums in Frankfurt geht mit den unterschiedlichen Ausstellungen noch einen Schritt weiter und betritt absolutes Neuland - sowohl konzeptionell als auch institutionell. Es ist ein privates soziales Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, insbesondere schwer behinderten Menschen eine Chance zu geben. Es erfüllt damit den Status eines Integrationsbetriebes. Das Startkapital für die Investitionen ermöglichte das Integrationsamt des LWV Hessen aus Mitteln der Ausgleichsabgabe unterstützt von der BonVenture Group München und dem Blinden- und Sehbehindertenbund Hessen e.V. Im Betrieb muss und will das ambitionierte Unternehmen beweisen, dass sich die Idee auch finanziell trägt.
Klara Kletzka
Klara Kletzka, Geschäftsführerin des Dialogmuseums Frankfurt am Main

